Vorurteile

Vor Jahren hatte ich bei Facebook mal eine Serie von BeitrĂ€gen erstellt, die sich mit den Vorurteilen gegenĂŒber Fotografen
und ihren Shootings beschÀftigen. Diese BeitrÀge haben nichts an AktualitÀt verloren und deshalb habe ich sie jetzt
gesammelt und in dieser Story zusammengefasst.

Vorurteil 1: "Ich bin nicht hĂŒbsch genug!"
Unter den mehr als 400 Frauen/MĂ€dchen, mit denen ich bisher gearbeitet habe, war nicht ein einziges Profimodel, dafĂŒr aber mehr als 50, die erstmalig vor einer richtigen Kamera standen! Die meisten machen es deshalb, weil es ihnen Spass macht und sie Interesse an neuen Bildern von sich haben. Unter "meinen" Models waren (sind) schöne MĂ€dchen und viele sind hĂŒbsch! Allen gemein ist aber, dass es ganz normale MĂ€dchen - so wie du - sind! TatsĂ€chlich hegen mindestens 98% davon Selbstzweifel, ebenfalls genau wie du: "Ich trage 34/36, bin aber zu dick!", "Meine Beine sind zu kurz!", "Andere sind viel hĂŒbscher als ich!", "Meine Oberweite ist zu klein!" usw. usw. Das glaubst Du nicht? Ist aber wirklich so! Da steht bei einem Shooting das attraktivste MĂ€dchen vor einem und trotzdem kommen die obigen Aussagen mit schöner RegelmĂ€ĂŸigkeit! Von daher bin ich mir ziemlich sicher, dass das bei Dir auch nicht anders ist! Allgemein gibt es die "perfekte Zehn" ohnehin nicht. Manche haben ein hĂŒbsches Gesicht, andere dafĂŒr die "schönere" Figur. Wobei das ja auch immer im Auge des Betrachters liegt. Wenn man beim Fotomachen die Schokoseiten betont, werden auch selbstkritische Personen mit ihren Fotos zufrieden sein.

Vorurteil 2: "Ich weiß doch gar nicht wie das geht!"
Wie gesagt habe ich mit ĂŒber 50 MĂ€dchen ihr jeweils allererstes Shooting gemacht. Einige hatten sich GNTM angeschaut, Modezeitschriften studiert, eigene praktische Erfahrungen hatte aber keine! Aber sie alle hatten einen großen Vorteil! Als MĂ€dchen wissen sie von Natur aus, wie sie vorteilhaft wirken! Und wenn etwas doch ein bisschen verbessert werden kann, dann ist es der Job des Fotografen darauf hinzuweisen! Nicht zu wissen, was ein Model machen muss, ist also nur eine Ausrede, noch lange aber kein Grund, es nicht zu versuchen! Schließlich sprechen wir hier auch nicht von professionellen AuftrĂ€gen, sondern vom Hobbymodeln!

Vorurteil 3: "Das kostet bestimmt viel Geld!"
Neben den Profifotografen, die mit ihrem Tun Geld verdienen mĂŒssen, gibt es ganze Heerschaaren von Hobbyfotografen, die es nur aus SpassgrĂŒnden betreiben! Nur wenige davon sind so gefragt, dass sie es sich erlauben können, von Models Geld zu verlangen! TatsĂ€chlich sind die meisten stĂ€ndig auf der Suche nach Leuten, mit denen sie ihr Hobby ausleben können. Manche haben zwar hin und wieder ganz bestimmte Bildideen im Kopf, fĂŒr die dann nicht jeder MĂ€dchentyp passt, trotzdem kann es sich lohnen, denen mal eine Anfrage zu schicken, insbesondere dann, wenn du schon eine konkrete Shootingidee mitlieferst!

Vorurteil 4: "Da muss man sich bestimmt ausziehen!"
Die Aktfotografie wird gemeinhin als die Königsdisziplin angesehen! So ist z.B. die Lichtsetzung eine ganz besondere Herausforderung! Und viele Fotografen wollen sich gerade in dem Bereich profilieren, da es hier auch die meiste Anerkennung gibt! Dagegen ist auch nichts einzuwenden, wenn sie mit einem Model arbeiten, die diesen Bereich von sich aus anbietet! Gerade neue und unerfahrene Models wollen das aber meist nicht und auch diese finden genĂŒgend Fotografen, wenn sie sich ein bisschen umschauen! Solltest du bei einem Shooting aufgefordert werden, dich auszuziehen, ohne das ein Aktshooting vereinbart war, dann solltest du den Termin kommentarlos abbrechen und dir einen anderen Fotografen suchen!

Vorurteil 5: "Der Fotograf ist wahrscheinlich ein ĂŒbler Spanner!"
Bei einem einfachen Portrait- oder Fashionshooting sieht dich der Fotograf so, wie jeder andere Mensch, den du tagsĂŒber triffst! Da kann er gar nicht spannen! Bei einem Dessous- oder gar Aktshooting sieht dich der Fotograf natĂŒrlich so, wie es sonst wohl nur dein Freund darf. Nichtsdestotrotz darfst du nicht vergessen, dass er einen "Job" erledigt. Er muss sich um das Licht, die Kamera und einige Dinge mehr kĂŒmmern. Dies erfordert eine Menge Konzentration und da bleibt keine Zeit, dir etwas abzugucken. Abgesehen davon hast du nichts, was er nicht schon hundertfach gesehen hat! Es gibt natĂŒrlich "Fotografen", die andere Absichten als schöne Fotos verfolgen! FĂŒhlst du dich bei einem Shooting unwohl, weil du kein Vertrauen zum Fotografen hast, dann gehst du eben wieder nach Hause und suchst dir einen anderen!

Vorurteil 6: "Bilder bekomme ich doch sowieso nicht!"
Ich habe schon oft gehört, dass es einige Kollegen geben soll, die sich manchmal damit schwer tun, ihren vertraglichen Pflichten aus der TfP-Vereinbarung nachzukommen.
So gibt es MĂ€dchen/Models, die teilweise monatelang hinter den versprochenen Bildern herlaufen und sie am Ende dann doch nicht bekommen. Persönlich kann ich ein solches Verhalten nicht nachvollziehen! Der "Job" des Fotografen besteht halt nunmal nur zu einem geringen Teil aus dem eigentlichen Bildermachen. Viel mehr Zeit geht fĂŒr die Modelaquise und die Vor- und Nachbereitung eines Shootings drauf. Zur Nachbereitung gehört eindeutig die digitale Bearbeitung der Fotos und deren Übergabe an den "Kunden"! Ich selbst lege meine Termine daher so, dass diese Zeit auf jeden Fall mit einkalkuliert wird. Was bedeutet das konkret fĂŒr "meine" Kunden? Shooten wir bei mir im Studio, bekommst du direkt im Anschluss eine frisch gebrannte CD mit allen gemachten Bildern (unbearbeitet) direkt zum Mitnehmen. Treffen wir uns outdoor, ĂŒbermittle ich Dir noch am selben Tag einen Link zum Download dieser Bilder von meinem eigenen Server!
Die davon nachbearbeiteten Fotos schicke ich Dir direkt als EMail-Anhang. Bei jetzt ĂŒber 600 Shootings habe ich dabei noch nicht ein einziges Mal mehr als 24h benötigt! Das kann ich natĂŒrlich nicht garantieren, versuche aber unter allen UmstĂ€nden, einen Ausreisser zu vermeiden!

Vorurteil 7: "Ein Shooting ist bestimmt anstrengend und macht wenig Spass!"
GrundsĂ€tzlich unterstelle ich, dass zu mir nur MĂ€dchen kommen, die nur wenig Erfahrung als Model haben! Bedeutet, dass ich kein selbststĂ€ndiges Posen erwarte und umgekehrt auch nichts vorgebe, womit eine AnfĂ€ngerin ĂŒberfordert wĂ€re! Die Anstrengung hĂ€lt sich also in ganz engen Grenzen. Das sonst Übliche: "Ohne Muskelkater am nĂ€chsten Tag, war's kein richtiges Shooting!" gilt deshalb bei mir nicht zwangslĂ€ufig. Was den Spass betrifft: Der ist im Wesentlichen von dir selbst abhĂ€ngig. Mit ĂŒbertriebener NervositĂ€t oder zu großem Ehrgeiz/Erwartungen, wird es dir schwer fallen Spass zu haben. Und es ist natĂŒrlich auch so, dass die "Chemie" zwischen Model und Fotograf manchmal mehr, manchmal weniger passt. Nicht zuletzt bringen beide auch eine "Tagesform" in's Shooting ein. Mit anderen Worten: Das du Spass hast, kann ich nicht garantieren! Ich versuche aber immer, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass diese Spass nicht von vornherein unmöglich machen! Und mein eigenes Verhalten ist vlt. nicht immer im selben Maße lustig, aber auf jeden Fall immer höflich und professionell!

Vorurteil 8: "Es gibt bestimmt versteckte Kosten!"
Wir vereinbaren ein TfP-Shooting mit Vertrag und allem Drum und Dran! Du zahlst deine Fahrkarte, das Benzin bis zum vereinbarten Treffpunkt. Ich bringe die AusrĂŒstung mit! Weitere Kosten entstehen weder fĂŒr dich, noch fĂŒr mich! Es sei denn..., dass du im Nachhinein nicht möchtest, dass auch ich die Fotos öffentlich verwende. Dadurch wird der TfP-Vertrag hinfĂ€llig (bzw. von dir gebrochen) und an seine Stelle tritt eine Pay-Vereinbarung! Gleiches gilt, wenn du dich nicht daran hĂ€lst, dass wir beide die Fotos nicht kommerziell verwenden dĂŒrfen. Wenn du mich im Vorfeld darauf hinweist, dass du die Fotos z.B. auch als Werbung/Design in einem Online-Shop oder auf Flyern verwenden möchtest, dann ist das gar kein Problem. Ein direkter Verkauf der Fotos zieht aber auch eine Rechnung nach sich!

Vorurteil 9: "Hobbyfotografen liefern keine QualitÀt und es fehlt an Ausstattung!"
Hmm! Irgendwie wĂ€re es doch furchtbar, wenn Hobbyfotografen kostenlos eine vergleichbare Leistung bieten wĂŒrden, fĂŒr die Profis viel Geld verlangen! Insofern ist es logisch, dass ein Hobbyfotograf qualitativ ein wenig hinten dran ist. Die Frage ist doch aber, ob der Unterschied wirklich so groß ist, dass du bereit bist, die Gage des Profis zu tragen? Oder noch anders gefragt: Bist du ĂŒberhaupt in der Lage, den Unterschied zu erkennen?
Viele Menschen haben etwas, mit dem sie sich in ihrer Freizeit beschĂ€ftigen. Vielen dieser Hobbys gemein ist, dass sie Geld kosten! Manch einer restauriert z.B. Oldtimer, investiert jeden verfĂŒgbaren Euro in Ersatzteile und verbringt vor Allem jede freie Minute in der Garage. Andere gehen jedes WE zum Angeln und es kostet sie nur ein mĂŒdes LĂ€cheln, wenn die neue Carbonrute mit passender Rolle, natĂŒrlich mit Kegelrollenlager aus Titan, ein Loch von ĂŒber 1.000,- Eur in die Haushaltskasse reisst. Und es gibt uns Hobbyfotografen, die ihr Hobby praktisch wie einen Zweitjob betreiben. Da werden Homestudios eingerichtet, die zwar meistens nicht den Platz eines Profiateliers bieten, deren Ausstattung mit Blitzköpfen und Lichtformern aber nicht hinter der eines Berufsfotografen zurĂŒcksteht. Da ist die Kameratasche mit gleich zwei Vollformatern und einem ganzen Arsenal von Objektiven bestens bestĂŒckt und es gibt sogar welche, die im Laufe der Jahre einen kleinen Bekleidungsfundus aufgebaut haben! Mindere QualitĂ€t, fehlende Ausstattung? Zwischen den Schulnoten "sehr gut" und "ungenĂŒgend" gibt es noch diverse Abstufungen, wie "ausreichend", "befriedigend" und "gut"!

Vorurteil 10: "Meine Freunde und Bekannten machen sich ĂŒber mich lustig, wenn sie meine Modelversuche sehen!"
OK! Das ist gar kein Vorurteil sondern leider oft RealitĂ€t! Viele bekommen selbst nichts auf die Reihe und kompensieren ihre eigene UnzulĂ€nglichkeit, indem sie versuchen, andere lĂ€cherlich zu machen. Nicht selten ist da auch eine gehörige Portion Neid mit im Spiel! Man wĂŒrde ja selbst gern...traut sich aber nicht! Du hast jetzt also zwei Möglichkeiten. Du kannst dein Ding machen, bei einem Fotografen Model "spielen", dabei Spass haben und davon profitieren, dass er dir dabei hilft, dich vorteilhaft in Szene zu setzen. Mit dem ein oder anderen dummen Spruch musst du dann lernen umzugehen. Oder du kannst bei deinen Handyselfies bleiben, zu denen dann aber mit Sicherheit auch dumme SprĂŒche kommen!

Vorurteil 11: "Ich habe gar keine passenden Outfits fĂŒr ein Shooting!"
Es stimmt natĂŒrlich, dass normale Alltagskleidung auf Fotos auch ein bisschen langweilig wirkt. Gerade in jungen Jahren bietet der Kleiderschrank eines MĂ€dchens/jungen Frau neben dieser Alltagskleidung meist nur wenige Alternativen. Vlt. findet sich aber noch irgendwo das Kleid, das du zur Schulabschlussfeier getragen hast? Vlt. hast du eine Freundin, bei der du dir etwas leihen könntest? Vlt. wirst du aber auch einfach mal kreativ und suchst unter deiner Kleidung nach Optionen, die Einzelteile mal ganz anders zu kombinieren? Vlt. suchst du dir auch einen Fotografen, dessen Fundus ein bisschen etwas hergibt? Sollte das nun alles gar nicht funktionieren, dann mach's halt ohne Kleidung bei einem Aktshooting 😂 ! Oder ziehe doch deine "langweiligen" Sachen an und ĂŒberzeuge dafĂŒr mit einer umwerfenden Mimik und Ausdruck!

Vorurteil 12: "Ich habe konkrete Vorstellungen/WĂŒnsche, der Fotograf zieht aber bestimmt nur sein Programm durch!"
Das kann dir tatsĂ€chlich passieren! Aber! Gemeinhin wird von Fotografen erwartet, dass sie sich Themen einfallen lassen, fĂŒr die sich dann auch Models begeistern können! Das ist aber nicht so einfach, denn es erfordert hellseherisches Talent und soll möglichst kreativ und spektakulĂ€r sein! Du kannst dir sicher vorstellen, dass so mancher Fotograf damit auf Dauer Probleme hat! Es gibt also durchaus Knipser, die sich sogar sehr freuen, wenn ein Model mit eigenen Ideen kommt! Zumindest könntest du deinem Wunschkandidaten eine solche Idee mal mitteilen und wirst dann ja sehen, wie er darauf reagiert.

Vorurteil 13: "Draussen ist es kalt, nass und windig!"
Auch das ist kein Vorurteil, denn in unseren Breitengraden lĂ€sst das Wetter tatsĂ€chlich oft zu wĂŒnschen ĂŒbrig! Persönlich kenne ich sogar ein Model, mit der bei Temperaturen unter 25 Grad nichts anzufangen ist! Sagt sie jedenfalls selbst ĂŒber sich. TatsĂ€chlich habe ich mit ihr aber noch in einem November outdoor geshooted und sie hat gar nicht geklagt und hatte sogar Spass am Bildermachen! GrundsĂ€tzlich sollte man sich vom Wetter nicht diktieren lassen, wann und was man macht! NatĂŒrlich ist es unschön, wenn es am vereinbarten Termin BindfĂ€den regnet. Dann sucht man sich halt eine trockene Alternative (auch die gibt es outdoor durchaus) und im schlimmsten Fall wechselt man in's Studio!

Vorurteil 14: "Du kannst ja gar kein Gegenlicht!"
Viele MĂ€dchen mögen outdoor-Portraits im Gegenlicht! Fotos, die so gemacht werden, wirken oft ein wenig diffus, weil jede Menge Streulicht in's Objektiv gelangt! Mir persönlich gefallen solche Aufnahmen nicht so gut und deshalb zeige ich sie auch nicht! Damit verzichtet man als Fotograf natĂŒrlich auf furchtbar viele Likes und auch Anfragen gehen eher an die Kollegen, die das zuhauf zeigen, denn wie gesagt: bei MĂ€dchen sind diese Fotos ĂŒberaus beliebt! Etwas nicht zu zeigen wird oftmals damit gleichgesetzt, dass man es nicht könnte. Das ist natĂŒrlich Quatsch, denn solche Aufnahmen sind fotografisch alles andere als eine Herausforderung! Model vor die Sonne stellen, mit mindestens einem Blitz das Gesicht aufhellen und das Ganze mit manuellen Parametern der Kamera garnieren (mache ich ohnehin ausschließlich) und fertig ist das Bild mit Heiligenschein!

Vorurteil 15: "Du fotografierst ja nur dĂŒnne Frauen/MĂ€dchen!"
Ich könnte dieses Vorurteil jetzt mit zahllosen Bildern wiederlegen, liefe damit aber Gefahr, die abgebildeten Models zu diskreditieren! Richtig ist, dass man gerade als TfP-Fotograf natĂŒrlich immer nur fĂŒr's eigene Portfolio fotografiert. Der gesamte Auftritt dient nur dem Zweck, Betrachter zu ĂŒberzeugen, sich ebenfalls fotografieren zu lassen. Das erreicht man vornehmlich mit Bildern, mit denen sich möglichst viele identifizieren können und da sind Frauen/MĂ€dchen ein wenig komisch! Auch eine "42" möchte lieber wie eine "36" aussehen und orientiert sich eher an solchen Bildern! Persönlich bin ich der Meinung, dass der allgemeine Schlankheitswahn vielfach stark ĂŒbertrieben wird! Bilder von Frauen mit Kurven finde ich persönlich wesentlich schöner als diese geraden, knabenhaften Figuren! Als Fotograf orientiere ich mich aber an den WĂŒnschen meiner "Kunden" und nicht an meinen persönlichen PrĂ€ferenzen. Und da ist der Ausdruck im Gesicht viel wichtiger, als die KonfektionsgrĂ¶ĂŸe! Es kommt ja auch immer auf das Thema und die dafĂŒr gewĂ€hlten Outfits an!

Vorurteil 16: "Ich fĂŒhle mich allein nicht sicher, Begleitungen sind aber oft nicht erlaubt!"
Wenn du von vornherein kein 100%iges Vertrauen zum Fotografen hast, dann solltest du dir vlt. einen anderen suchen! GrundsĂ€tzlich ist die Arbeit zwischen Model und Fotograf ein Teamwork, bei dem sich beide zu 100% aufeinander konzentrieren mĂŒssen. Begleitpersonen können da - selbst wenn sie sich still im Hintergrund halten - durchaus stören. Wenn du aber trotzdem unbedingt deine(n) Freund(in) mitbringen möchtest, dann findet sich bestimmt eine Lösung! Auf jeden Fall solltest du noch einmal nachfragen und erst dann entscheiden, wie es um dein Vertrauen steht! Solange du noch minderjĂ€hrig bist, gibt's sogar viele Fotografen, die eine Begleitung als Voraussetzung fĂŒr ein Shooting ansehen! Mache aber bitte nicht den Fehler, unangekĂŒndigt eine Begleitung zu einem Shooting mitzubringen! Denn auch wir Fotografen wissen vorab nicht, mit wem wir es zu tun bekommen.

Vorurteil 17: "Ich möchte mich nur von einer Frau fotografieren lassen, die meisten Fotografen sind aber MÀnner!"
Das ist wohl wahr! Eine moderne Digitalkamera ist schon ein erstaunliches StĂŒck Technik und damit eher etwas fĂŒr die Spielkinder der Menschheit. Es gibt aber zunehmend mehr ehemalige Models, die von "vor der Cam" "hinter die Cam" wechseln. Aber! Sich als Frau von einer anderen Frau fotografieren zu lassen, muss nicht, kann auch Nachteile haben! Wenn Du z.B. von sexy Fotos trĂ€umst, dann kann sich die Sichtweise des Fotografen, abhĂ€ngig vom Geschlecht, schon drastisch unterscheiden, was sich auch in den Ergebnissen zeigt. Und sei doch mal ehrlich! Ein klein bisschen aufregend ist es fĂŒr dich doch schon, hinter der Kamera einen Mann zu wissen? Solange alles professionell und seriös ablĂ€uft, spricht doch auch nichts dagegen! Außerdem wissen die Fotografinnen natĂŒrlich auch, dass es nur wenige von ihnen gibt und so verlangen sie nicht selten eine Bezahlung.

Vorurteil 18: "Der Fotograf ist bestimmt ein alter Griesgram!"
Alt stimmt! GriesgrĂ€mig aber nur manchmal 😉 ! Es liegt in der Natur der Sache, dass Model und Fotograf oft altersmĂ€ssig in einer anderen Liga spielen! Fotografen im Alter der meisten Models gibt's nur wenige und wenn, machen diese es meist beruflich und wollen bezahlt werden. Erst nach vielen Jahren Buckelei in einem "richtigen Job", aus der sich dann auch die GriesgrĂ€migkeit erklĂ€rt, stehen die Mittel fĂŒr ein so teures Hobby, wie die Fotografie zur VerfĂŒgung. Als Hobbymodel wirst du deswegen meistens auf Fotografen treffen, denen du im Bus deinen Sitzplatz anbieten wĂŒrdest! Aber denke mal an deinen Opa! Ist er nicht ganz knuffig? Trotzdem wĂ€re es ganz schön, etwas in deinem Alter dabei zu haben? Aus diesem Grund habe ich es ganz gern, wenn sich gleich zwei oder noch mehr Models einen Termin teilen. Das sorgt fĂŒr eine aufgelockerte Stimmung und alle haben mehr Spass!

Vorurteil 19: "Im angebotenen Kaffee, Tee oder Wasser ist bestimmt was drin!"
In was fĂŒr einer Welt leben wir eigentlich, wenn solche BefĂŒrchtungen existieren? Aber gut, nehmen wir einmal an, ein Fotograf wĂŒrde das tatsĂ€chlich machen! Und was dann?
Mit der linken Hand halte ich dich senkrecht, mit der rechten halte ich die Kamera und unter die Augenlider kommen Streichhölzer? Im Anschluss versuche ich dann in der Bildbearbeitung in stundenlanger Arbeit doch noch etwas Ausdruck in's Gesicht zu bekommen? Übrigens habe ich Abitur in Mathematik und Physik gemacht! FĂŒr Chemie war ich zu faul und zu dĂ€mlich! Also ganz ehrlich! Der Kaffee mag vlt. ein wenig stark sein (chemisch nennt man das eine gesĂ€ttigte Lösung 😉 ), es ist aber nur das darin, was da auch reingehört!

Vorurteil 20: "Als Profi bist du bestimmt sehr teuer!"
Immer wieder höre ich, dass diese Seite und auch die Homepage den Eindruck vermittelt, ich wĂŒrde mit der Fotografie meinen Lebensunterhalt verdienen und man deshalb erst gar nicht fĂŒr ein Shooting anfragt, denn das kostet bestimmt viel Geld! Richtig ist, dass diese Seite von Facebook unter dem Label 'Professionelle Dienstleistungen ...' gefĂŒhrt wird. Das hat aber einzig und allein den Grund, dass nur Unternehmen von Besuchern rezensiert werden können. Diese Rezensionen sind mir sehr wichtig, da diese subjektiven Meinungen einzelner Models fĂŒr andere ein Gesamtbild ergeben können.
TatsĂ€chlich laufen aber die allermeisten Shootings auf Basis TfP ab, sind also fĂŒr das Model mit keinerlei Honorarzahlung an mich verbunden! Lediglich fĂŒr die FĂ€lle, in denen jemand Bilder nur fĂŒr sich (ohne Veröffentlichung durch mich) oder die Bilder kommerziell nutzen möchte, wird ein zuvor ausgehandelter Festpreis fĂ€llig.
Der Eindruck eines Berufsfotografen ist also gĂ€nzlich falsch, was aber natĂŒrlich nicht bedeutet, dass man nicht ebenso professionell agieren wĂŒrde!
Mehr zum Thema: http://www.heitech-arts.de/fotograf.php -> Reiter "Profi/Amateur?"

Vorurteil 21: "Meinem Baby ist es egal, wer Bilder von ihm macht!"
Ist das so? Was ein GlĂŒck, dass die oder der Kleine erst ein paar Wochen alt ist und die SchĂ€digung ihrer/seiner Augen durch fĂŒr SĂ€uglinge zu brutales Blitzlicht erst spĂ€ter zum Tragen kommt. Vlt. solltest du das Anfertigen von Fotos doch jemandem ĂŒberlassen, der sich damit auskennt und auch das nötige Equipement hat, um deinen Fratz in's rechte Licht zu setzen!

Vorurteil 22: "Auf meiner Hochzeit ist nur das Beste gut genug!"
An den "schönsten Tag im Leben" möchtest du natĂŒrlich nur durch die allerbesten Fotos erinnert werden. Da zahlst du dann auch gern ein horrendes Honorar fĂŒr einen professionellen Hochzeitsfotografen. Klar ist, dass die fotografische Begleitung einer Hochzeit sehr, sehr viel Arbeit fĂŒr einen Fotografen bedeutet. ZusĂ€tzlich braucht er mindestens einen Assistenten und sollte mal die Technik ausfallen, benötigt er immer auch Backup-Systeme. All das kostet nunmal! Aber wer sagt dir denn, dass es nicht auch Amateure gibt, die das sehr wohl leisten können, dabei aber gĂŒnstiger sind? Und im Zweifel hat so'n Amateur vlt. auch noch die besseren Ideen fĂŒr unkonventionellere Bilder, die deine Hochzeit noch einzigartiger und unvergessen machen.

Vorurteil 23: "Die Fahrt zum Fotografen ist viel zu weit!"
Hier muss man ein bisschen unterscheiden, ob jemand ein Hobbymodel ist, das regelmĂ€ssig mit Fotografen arbeitet, oder ob jemand nur einmalig Bilder machen möchte. Bei regelmĂ€ssigen EinsĂ€tzen spielt es natĂŒrlich eine Rolle, ob man sich die Fahrkarten auf Dauer leisten kann, wenn der Fotograf nicht nebenan zu finden ist. Einmalig ist die Entfernung aber nur eine beliebte Ausrede dafĂŒr, dass man sich eigentlich nicht traut. Ein Fotoshooting ist unter Amateuren nur eine weitere Form der Freizeitgestaltung. Gerade junge Leute scheuen weder Kosten noch MĂŒhen, um z.B. zu Konzerten oder Festivals zu kommen. Hier ist der Besuch eines Fotografen, auch wenn dieser vlt. 100 km entfernt ist, meistens mit weniger Kosten und auch weniger zeitlichem Einsatz verbunden.

Vorurteil 24: "Der Fotograf verhökert meine Bilder bestimmt an ein Titt..magazin!"
Ich kann hier natĂŒrlich nur meine Vorgehensweise anfĂŒhren und keine allgemeine Aussage ĂŒber alle Hobbyfotografen machen. In meinem TfP-Vertrag ist gerade die Verwendung der Bilder ganz klar geregelt und danach ist mir der Verkauf oder die Weitergabe der Fotos an Dritte verboten. DarĂŒberhinaus gebe ich dir mein Versprechen, die Fotos ausschließlich auf der Homepage, in EinzelfĂ€llen bei Facebook, Instagram oder Model-Kartei.de zu verwenden. Davon mal ganz abgesehen, mache ich ohnehin keine Bilder, die ein 'Titt..magazin' ĂŒberhaupt wollen wĂŒrde. HĂ€tte ich die Absicht, Fotos an ein solches Magazin zu verkaufen, dann wĂŒrde ich speziell dafĂŒr ein professionelles Aktmodel buchen! Das kostet mich maximal € 200,- und bringt vmtl. auch die besseren Bilder als mit Lieschen MĂŒller und somit auch einen höheren Ertrag, der die anfĂ€ngliche Investition wieder amortisiert.

Vorurteil 25: "Der Fotograf hat bestimmt hohe Erwartungen!"
Heidis Lieblingsfotograf ist nach ihrer Aussage Christian Schuller. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht warum? Seine Bilder hauen mich jetzt nicht um und ich finde seinen Umgang mit den Models z.T. schon etwas fragwĂŒrdig. Zumindest das, was man im Fernsehen sieht. Auf jeden Fall glaube ich schon, dass du mit mir einen ganz anderen Typ bekommst. Selbst wenn du schon Shootingerfahrung haben solltest, erwarte ich von dir nicht mehr, als Spass am Fotografiertwerden zu haben. Posing- und/oder MimikfĂ€higkeiten erwarte ich hingegen nie und ich gehe bei jedem Termin davon aus, mit einem Model gleichberechtigt zu arbeiten.

Vorurteil 26: "Der Fotograf veröffentlicht alles!"
“Ich möchte fĂŒr mich selbst schon mal richtig heiße Bilder machen, auch oben ohne, kann mir aber die Kosten des Fotografen nicht leisten, will aber auch nicht mit blankem Busen im Internet zu finden sein.”
Als Fotograf entwickelt man im Laufe der Jahre auch eine gewisse Empathie bei der EinschĂ€tzung eines Models und man bekommt auch einen Blick dafĂŒr, warum jemand eine bestimmte Art von Fotos machen möchte. Spricht man dann vor und wĂ€hrend eines Shootings miteinander, dann bestĂ€tigt sich diese EinschĂ€tzung meistens auch. Fakt ist, dass es durchaus auch weibliche Models gibt, die ein freizĂŒgiges Shooting als Einstieg in das Erotikbusiness machen wollen und sich dann auch ĂŒber die kostenlose Werbung mit ihren Fotos beim Fotografen freuen. Im Normalfall will aber jemand solche Bilder nur fĂŒr sich selbst, höchstens noch fĂŒr den Partner machen. Ein ausschließlich freizĂŒgiges Shooting ist deshalb bei mir tatsĂ€chlich nicht zum Nulltarif zu bekommen. Das SchlĂŒsselwort dabei ist aber 'ausschließlich'! Man kann durchaus wĂ€hrend eines TfP-Termines normal sexy Fotos machen und deinen eigentlichen Wunsch so "nebenbei" mit erledigen. Diese Wunsch-Fotos werden dann natĂŒrlich auch nicht veröffentlicht. Das wird so auch vertraglich festgehalten, trotzdem musst du dem Fotografen da auch einfach vertrauen. Wenn auch er die Fotos bekommt, die er sich vorstellt, wird er sich auch sehr gern an die Vorgaben halten. Bedenke dabei bitte auch, dass jeder Fotograf eine bestimmte Zielgruppe anspricht. Wer in seinen bisherigen Veröffentlichungen keine oder nur wenige Aktbilder zeigt, versucht anscheinend keine Aktmodels anzusprechen. Er hat also auch gar kein Interesse daran, deinen Busen seinem Publikum zu zeigen.

Vorurteil 27: "Ich bekomme meine Aufregung bestimmt nicht in den Griff!"
Wenn einem die Erfahrung mit Fotoshootings noch fehlt, dann ist es vollkommen verstĂ€ndlich, wenn einem vorm Termin "die DĂŒse geht"! Man kennt den Fotografen noch nicht und man weiß auch nicht so wirklich, was auf einen zukommt. Klar, dass du deshalb verunsichert bist, die Gedanken kreisen und vlt. sogar der Bauch ein bisschen grummelt. TatsĂ€chlich ist das aber alles gar nicht so schlimm! Du wirst vor Ort noch vor dem ersten Foto feststellen, dass du von mir nichts zu befĂŒrchten hast und das hilft dann auch ganz schnell dabei, etwas zu entspannen. Bei mehreren hundert Versuchen gab es bei mir bis jetzt noch keinen Nervenzusammenbruch, keine WeinkrĂ€mpfe und es musste sich auch noch kein Model ĂŒbergeben. Also alles cool und ganz easy.

Vorurteil 28: "Ich bin noch zu jung!"
Junge MĂ€dchen unter 18 bekommen von vielen Fotografen gesagt, dass sie noch zu jung zum Fotomachen sind. Das muss man verstehen, denn in der Tat kann sich ein Fotograf viel Ärger einhandeln, wenn er mit noch nicht volljĂ€hrigen Models arbeitet. Vom Gesetz her gibt es da gar nicht mal so viele Stolperfallen. So ist es kein Problem, z.B. eine SechszehnjĂ€hrige zu fotografieren. Man darf mit ihr sogar Nacktfotos machen, aber nicht an Orten oder zu Zeiten, die unter das Jugendschutzgesetz fallen. Muss man nicht verstehen, ist aber so. Was man bei der Arbeit mit U18 aber immer braucht, ist das schriftliche EinverstĂ€ndnis der Erziehungsberechtigten. Und da kann's schwierig werden. Vlt. hat Töchterchen den Eltern gar nichts von ihrem Vorhaben erzĂ€hlt? Richtig heftig kann es werden, wenn die Eltern z.B. getrennt sind. Man hat zwar die Unterschrift der Mutter unter dem Shootingvertrag und iwann bekommt man Post vom Anwalt des Vaters, der ebenfalls sorgeberechtigt, mit einem Fotoshooting aber nun gar nicht einverstanden ist. Diesen möglichen Problemen wollen viele Fotografen aus dem Weg gehen und shooten nur mit volljĂ€hrigen Models. Ich persönlich ziehe die Altersgrenze tatsĂ€chlich bei 16. Allerdings unter ein paar Voraussetzungen. So arbeiten wir ausschließlich in den Bereichen Portrait u. Fashion, der TfP-Vertrag wird von beiden Elternteilen unterschrieben und beim Shooting ist mindestens einer davon dabei.

Vorurteil 29: "Ich bin zu alt!"
"Mein" Ă€ltestes Model war zum Zeitpunkt des Shootings 68 Jahre alt und da sie ein sehr sympathischer Mensch ist, hat das auch richtig viel Spass gemacht. GrundsĂ€tzlich ist es aber natĂŒrlich so, dass ein TfP-Knipser primĂ€r fĂŒr sein Portfolio arbeitet. Er will Bilder zur Werbung zeigen, mit denen sich möglichst viele identifizieren können. So ist dann auch die Zielgruppe kaum jenseits der 50 zu finden. Mglw. bringt ihm ein Shooting mit einer "Rentnerin" ein paar Sympathiepunkte beim Publikum, mit Sicherheit aber keine Anfragen, weil man die Fotos so toll findet. Mehr noch als junge Models, sollte man als "Ă€lteres Semester" einen Fotografen also unbedingt mit einer tollen Idee ĂŒberzeugen. Wenn er's dann nicht fĂŒr's Portfolio machen will, hat er vlt. trotzdem einfach Bock auf die Umsetzung.

Vorurteil 30: "Tattoos und/oder Piercings sind nicht gern gesehen!"
Das kann man pauschal so nicht sagen! Es gibt fotografische Themen, da ist es tatsĂ€chlich Ă€sthetischer, wenn das Model nicht bunt oder wie ein Weihnachtsbaum behangen ist. Genauso gibt es aber auch Themen, bei denen es egal oder sogar eine Voraussetzung ist. Also zunĂ€chst mal das Thema festlegen und dann kann man feststellen, ob das Model dafĂŒr geeignet ist.

Vorurteil 31: "Ich kann nicht auf hohen AbsÀtzen laufen!"
Brauchst du ja auch gar nicht, es reicht darin zu stehen und nicht umzufallen! (Sehr) hohe PfennigabsÀtze sind in der Modelfotografie von enormer Bedeutung. Schon beim reinen Stehen in Highheels werden jede Menge Muskelpartien angespannt und diese Spannung macht sich auf den Fotos sehr positiv bemerkbar. Daneben gibt es aber auch immer wieder Themen, bei denen die HighHeels nicht zum Zuge kommen, z.B. passen Sneaker besser bei einem Sport und/oder Fitnessshooting.



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